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KI-Weiterbildung: Mitarbeitende auf KI vorbereiten

KI

Autor

Das Deel-Team

Letzte Aktualisierung

29 Juli, 2026

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Table of Contents

Die Weiterbildungslücke

KI-Einführung lässt sich nicht verordnen

KI-Weiterbildung braucht Führung

Führungskräfte fördern die KI-Einführung

Eine einmalige Chance für L&D

About the author

Alice Burks is Director of People Success at Deel. She has a passion for transforming the workplace and is dedicated to creating a new world of work where individuals have access to the best global opportunities and organizations can connect with top-tier talent. Prior to Deel, Alice was Global Head of Learning at DICE and Global Leadership Development Partner at Trustpilot.

KI gehört inzwischen zum Arbeitsalltag. Weltweit nutzen 72 % der Beschäftigten regelmäßig KI. Innerhalb kurzer Zeit hat sich damit ein bemerkenswerter Wandel vollzogen.

Ein genauerer Blick auf diese Zahlen zeigt jedoch ein differenzierteres Bild. Unter Mitarbeitenden im operativen Bereich stagniert die regelmäßige Nutzung von KI bei 51 % und hat sich in den vergangenen zwei Jahren kaum verändert. Die Quote von 72 % wird vor allem von Führungskräften getragen, während ein großer Teil der Belegschaft den Anschluss zu verlieren droht.

Das Problem liegt jedoch nicht an der Technologie. Die erforderlichen KI-Tools sind vorhanden und stehen in vielen Unternehmen bereits allen Mitarbeitenden zur Verfügung. Die eigentliche Herausforderung besteht in fehlender Weiterbildung, mangelndem Vertrauen und einer Unternehmenskultur, die den sicheren Umgang mit KI noch nicht ausreichend fördert. Genau hier kommen Learning & Development (L&D) und HR ins Spiel. Sie leisten einen entscheidenden Beitrag dazu, KI-Weiterbildung im Unternehmen erfolgreich umzusetzen und die KI-Transformation voranzubringen.

Die Weiterbildungslücke

Die Zahlen sprechen für sich:

Nur 36 % der Beschäftigten fühlen sich ausreichend auf die für ihre Rolle erforderlichen KI-Kompetenzen vorbereitet. (BCG)

  • 18 % der Beschäftigten, die KI bereits regelmäßig nutzen, haben keinerlei formale KI-Weiterbildung erhalten. (BCG)
  • Nur 7,5 % der Beschäftigten haben eine umfassende KI-Weiterbildung absolviert, während 23 % überhaupt keine entsprechende Schulung erhalten haben. (WalkMe)
  • Drei von vier Beschäftigten brechen die Nutzung von KI-Tools während einer Aufgabe ab, weil sie Zweifel an der Qualität der Ergebnisse haben oder die Tools nicht zu ihren Arbeitsabläufen passen. (Udacity)
  • Unternehmen verloren 2024 durchschnittlich 104 Millionen US-Dollar (rund 90 Millionen Euro), weil digitale Tools nicht ausreichend genutzt und unzureichend eingeführt wurden. (WalkMe)

Quellen:

BCG-Studie zu KI am Arbeitsplatz (2025) (Englisch)

WalkMe: AI in the Workplace Survey 2025 (Englisch)

Udacity: The AI Adoption Gap Report 2025 (Englisch)

Diese Zahlen zeigen vor allem eines: Viele Unternehmen betrachten die Einführung von KI noch immer als technisches Rollout-Projekt. Sie stellen die erforderlichen Tools bereit, kündigen deren Einführung an und gehen davon aus, dass der Rest von allein funktioniert.

In der Praxis sieht das jedoch anders aus. Eine Belegschaft, die KI zwar nutzt, dies aber weder sicher noch konsequent tut, ist kein Erfolgsmodell. Statt messbarer Mehrwerte entstehen kostspielige Experimente, während sich viele Mitarbeitende eher überfordert als befähigt fühlen.

KI-Einführung lässt sich nicht verordnen

Viele Unternehmen reagieren darauf zunächst mit mehr Druck: mit einer unternehmensweiten Ankündigung, verpflichtenden Schulungen oder festen Fristen. Dieser Impuls ist nachvollziehbar. Die vorhandenen Erkenntnisse zeigen jedoch, dass dieser Ansatz kaum zum gewünschten Erfolg führt.

Wenn Beschäftigte sich durch offizielle KI-Programme nicht ausreichend unterstützt fühlen, suchen sie nach eigenen Lösungen. Mehrere Studien aus dem vergangenen Jahr zeigen, dass viele Mitarbeitende bereits heute private KI-Tools am Arbeitsplatz nutzen. Sie greifen auf persönliche Accounts von ChatGPT oder Claude zurück, mit denen sie sich eigenständig auseinandergesetzt haben, weil sie diesen Werkzeugen vertrauen und sich davon produktiveres Arbeiten versprechen.

Dadurch entstehen verschiedene Risiken, unter anderem für Compliance und Informationssicherheit. Gleichzeitig entwickelt sich der KI-Einsatz im Unternehmen zum uneinheitlichen Einsatz verschiedener Systeme, wodurch einer der größten Vorteile von KI verloren geht: eine konsolidierte und einheitliche Nutzung.

Die Lösung besteht daher nicht in strengeren Vorgaben, sondern in einer strukturierten KI-Weiterbildung, die Mitarbeitende nachhaltig beim Einsatz von KI unterstützt.

KI-Weiterbildung braucht Führung

Das Ziel jeder KI-Weiterbildung sollte in der Anfangsphase nicht darin bestehen, dass alle Mitarbeitenden KI bereits souverän beherrschen. Entscheidend ist vielmehr, Berührungsängste abzubauen und Neugier zu wecken. Menschen nutzen neue Technologien eher, wenn sie sich sicher fühlen, sie ausprobieren können, Fehler machen dürfen und dazulernen.

Ein besonders wichtiger Erfolgsfaktor ist die Unterstützung durch Führungskräfte. Laut der BCG-Studie steigt der Anteil der Beschäftigten, die den Einfluss von KI auf ihre berufliche Zukunft positiv bewerten, von 15 % auf 55 %, wenn sie sich von ihren Führungskräften aktiv unterstützt fühlen. Gleichzeitig gibt nur etwa jede vierte Person im operativen Bereich an, diese Unterstützung derzeit tatsächlich zu erhalten. Die Lücke zwischen dem vorhandenen Potenzial und der Realität ist entsprechend groß.

Bei Deel versuchen wir, diese Lücke zu schließen, indem wir KI nicht als Prüfungsfach, sondern als gemeinsames Lernerlebnis etablieren. Zwei Maßnahmen haben sich dabei besonders bewährt:

Austausch im Kollegenkreis. Wir veranstalten regelmäßig von Mitarbeitenden geleitete Sessions, in denen erfolgreiche KI-Anwendungsfälle aus dem Arbeitsalltag vorgestellt werden. Unsere Live-Schulungen werden zwar gut besucht, doch diese Praxisbeispiele ergänzen unsere KI-Weiterbildung, indem sie zeigen, wie unsere KI konkrete Herausforderungen im Arbeitsalltag lösen kann. Wenn Kolleg:innen zeigen, welche wiederkehrenden Aufgaben sie automatisiert haben, welche Anwendung sie dafür entwickelt haben und den zugrunde liegenden Code mit anderen teilen, ist das häufig überzeugender als jedes E-Learning-Modul.

Ideen gemeinsam weiterentwickeln. Wir nutzen einen offenen Kanal, in dem Mitarbeitende Prompts, Anwendungsfälle und Workflow-Tipps teilen können. Besonders hilfreiche Beiträge werden von Kolleg:innen positiv bewertet und gewinnen dadurch an Sichtbarkeit.

So entstehen Best Practices auf natürliche Weise. Gleichzeitig werden erfolgreiche KI-Anwendungen im gesamten Unternehmen sichtbar. Wenn Mitarbeitende aus einem ganz anderen Fachbereich eine hilfreiche Lösung teilen, verbreitet sie sich oft schnell. Dadurch wird der kompetente Umgang mit KI als gemeinsame Stärke des Teams wahrgenommen und nicht als individuelle Einzelleistung.

Die Grundidee hinter beiden Maßnahmen ist dieselbe: Lernen sichtbar machen, den Austausch fördern und die Hürde für Experimente möglichst niedrig halten. Die wirkungsvollsten L&D-Maßnahmen sehen oft gar nicht wie klassische Weiterbildung aus.

Führungskräfte fördern die KI-Einführung

Führungskräfte sollten sich vor allem eines bewusst machen: Ihr Team beobachtet derzeit sehr genau, wie Sie mit KI umgehen, und zwar nicht nur, um zu sehen, ob Sie selbst KI nutzen. Wer KI-Weiterbildung im Unternehmen etablieren möchte, muss den sicheren und verantwortungsvollen Einsatz von KI glaubwürdig vorleben.

Im Jahr 2025 nannten Unternehmen KI ausdrücklich als Grund für die Ankündigung von 55.000 Stellenstreichungen (Englisch). Das sind mehr als zwölfmal so viele wie noch zwei Jahre zuvor. Prominente Beispiele wie Microsoft, Amazon und Klarna sorgten für Schlagzeilen, weil sie Personal abbauten und gleichzeitig umfangreich in KI investierten. Gleichzeitig veröffentlichen verschiedene Quellen regelmäßig Übersichten darüber, welche Berufe als besonders stark von KI betroffen gelten und ein erhöhtes Automatisierungsrisiko aufweisen. Während Ihr Operations-Team KI möglicherweise mit Begeisterung begegnet, blickt Ihr Marketing-Team ihr vielleicht mit Sorge entgegen.

Aktuelle Untersuchungen zeigen zwar, dass KI eher zu einer Verschiebung von Tätigkeiten als zu einem massiven Stellenabbau führt. Dennoch ist die Wahrnehmung, KI würde Menschen ersetzen, weit verbreitet. Gleiches gilt für die Unsicherheit, die daraus entsteht. Diese Sorgen ernst zu nehmen, ist entscheidend, wenn Unternehmen mit ihren Teams über die Einführung von KI sprechen.

Vor diesem emotionalen Hintergrund wird jedes KI-Einführungsprogramm bewertet. Ein Top-down-Ansatz, der ausschließlich Effizienzgewinne in den Mittelpunkt stellt, etwa mit der Botschaft „Damit sparen wir Zeit und können mehr erreichen", bleibt in diesem Umfeld nicht nur wirkungslos. Er verstärkt die Unsicherheit sogar. Viele Beschäftigte hören „Wir sparen Zeit" und verstehen stattdessen: „Wir brauchen künftig weniger Mitarbeitende."

Wie sieht also eine erfolgreiche, von Führungskräften getragene KI-Einführung aus?

Sie beginnt mit Offenheit. Führungskräfte auf allen Ebenen, von Abteilungsleitungen bis zur Geschäftsführung, sollten bereit sein, offen über KI zu sprechen: darüber, was sich verändern wird, was unverändert bleibt und in welchen Bereichen das Unternehmen selbst noch nicht alle Antworten hat. Offene Kommunikation schafft Vertrauen und bildet die Grundlage für eine erfolgreiche KI-Weiterbildung.

Ebenso wichtig ist es, echte Neugier vorzuleben. Es macht einen entscheidenden Unterschied, ob eine Geschäftsführung verkündet, KI sei die Zukunft des Unternehmens, oder ob eine Führungskraft im Teammeeting erzählt, welche Erfahrungen sie in dieser Woche mit einem KI-Tool gemacht hat. Dazu gehört auch, was nicht wie erwartet funktioniert hat. Das schafft nämlich Vertrauen.

Denken Sie an Führungskräfte, die Veränderungen besonders erfolgreich begleitet haben. Meist waren es nicht diejenigen mit den lautesten Ankündigungen oder den engsten Fristen. Es waren diejenigen, die sich Zeit für ihre Teams nahmen, nach den tatsächlichen Herausforderungen fragten und auch offen über eigene Fehler sprachen. Bei der Einführung von KI ist es nicht anders. Eine Führungskraft, die ein Teammeeting mit den Worten eröffnet: „Ich habe diese Woche etwas mit KI ausprobiert, und es ist komplett schiefgegangen. Hier ist, was ich daraus gelernt habe", stärkt das Vertrauen ihres Teams oft mehr als jede unternehmensweite Rollout-Kommunikation und schafft damit die Voraussetzungen für eine erfolgreiche KI-Weiterbildung.

Eine einmalige Chance für L&D

Die Einführung von KI gehört zu den bedeutendsten organisatorischen Veränderungen unserer Zeit. Und genau die Faktoren, die dabei den Unterschied machen, zählen zu den Kernkompetenzen von L&D-Teams: Neugier, psychologische Sicherheit, Peer Learning, die Vorbildfunktion von Führungskräften und strukturierte KI-Weiterbildung.

Dabei handelt es sich nicht um eine Aufgabe, die das Technologieteam nach der Bereitstellung der Tools einfach an die Personalabteilung weiterreichen kann. HR-Teams müssen von Anfang an in den Prozess eingebunden sein, denn KI-Tools können nur so wirksam sein wie die Menschen, die sie nutzen.

Wir nutzen Engage, das Lern- und Talententwicklungsmodul der Deel HR, um Schulungsprogramme aufzubauen, Kompetenzmodelle zu erstellen und Entwicklungszyklen unternehmensweit zu verwalten. Dazu gehören auch unsere eigenen Programme zur KI-Weiterbildung und zur Einführung von KI im Arbeitsalltag.

Bereiten Sie Ihre Mitarbeitenden mit einer strukturierten KI-Weiterbildung auf den sicheren und wirkungsvollen Einsatz von KI vor. Mit der Deel Platform können Sie Schulungsprogramme erstellen, Kompetenzen gezielt entwickeln und Lernprozesse zentral verwalten. Vereinbaren Sie eine kostenlose 30-minütige Demo und erfahren Sie, wie Deel Ihr Unternehmen bei der erfolgreichen Einführung von KI unterstützt.

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FAQs

Eine erfolgreiche KI-Weiterbildung vermittelt nicht nur den Umgang mit einzelnen KI-Tools. Sie umfasst auch Themen wie Prompting, Datenschutz, Compliance, den kritischen Umgang mit KI-Ergebnissen und praktische Anwendungsfälle aus dem Arbeitsalltag. Besonders wirksam sind Programme, die theoretisches Wissen mit regelmäßigem Austausch und kontinuierlichem Lernen verbinden.

Da sich KI-Technologien kontinuierlich weiterentwickeln, reicht eine einmalige Schulung in der Regel nicht aus. Viele Unternehmen setzen deshalb auf kontinuierliche KI-Weiterbildung mit regelmäßigen Lernmodulen, Workshops oder kurzen Wissensformaten. So können Mitarbeitende neue Funktionen kennenlernen und ihre Kompetenzen fortlaufend ausbauen.

KI-Weiterbildung richtet sich nicht nur an IT-Teams. Mitarbeitende aus Bereichen wie Personalwesen, Vertrieb, Marketing, Kundenservice oder Finanzen können ebenfalls von einem sicheren und produktiven Einsatz von KI profitieren. Welche Inhalte relevant sind, hängt von den jeweiligen Aufgaben und Arbeitsabläufen ab.

Mit der Deel Platform können Unternehmen Lernprogramme entwickeln, Kompetenzmodelle erstellen und Entwicklungszyklen zentral verwalten. Das Lern- und Talententwicklungsmodul Engage unterstützt HR- und L&D-Teams dabei, KI-Weiterbildung strukturiert zu organisieren und Mitarbeitende langfristig bei ihrer Kompetenzentwicklung zu begleiten.